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registracijaDie Gesellschaft für mazedonisch-deutsche Freundschaft und Zusammenarbeit ist eine Nichtregierungsorganisation und Organisation der Zivilgesellschaft, die durch ihre Tätigkeit die mazedonisch-deutsche kulturelle, akademische und wissenschaftliche Zusammenarbeit fördert. Die Gesellschaft wurde 1994 gegründet und hat als Mitglieder viele renommierte Germanisten, Ärzte, Professoren und Unternehmer, die eine intensive Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen und – Institutionen in Deutschland pflegen.

Im Rahmen ihrer Tätigkeit hat die Gesellschaft eine aktive und kontinuierliche Zusammenarbeit mit Vertretungen deutscher Organisationen in der Republik Mazedonien, vor allem mit der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland und mit dem Goethe Institut – Verbindungsbüro Skopje.

 

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Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema: Die „Grenze von Europa“, Goethe und Nietzsche als „gute Europäer“

Liebe Freunde der Gesellschaft für mazedonisch-deutsche Freundschaft und Zusammenarbeit,

organisiert vonder Gesellschaft für mazedonisch-deutsche Freundschaft und Zusammenarbeit Skopje und mit der Kooperation von der Universität Bochum in der Bundesrepublik Deutschland findet am Freitag, den 09.10.2015 in Skopje ein Vortag und eine Diskussion mit Kevin Liggieri von der Universität Bochum zum Thema: Die „Grenze von Europa“, Goethe und Nietzsche als „gute Europäer“ statt.

Beginn: 18:30 Uhr

Ort: Cafe-Buchhandlung Decata od nasata ulica

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Versucht man in der momentanen Lage Europa topographisch und epistemologisch zu kartographieren, zeigen sich, das beweist nicht erste die Flüchtingsproblematik, doch erhebliche Schwierigkeiten. Wenn man von der ,Festung Europa‘ spricht (eigentlich ein Ausdruck aus dem Zweiten Weltkrieg), dann spiegelt sich zwischen Sicherheit und Schutz auch eine Abgrenzung wieder, die ähnlich wie bei Carl Schmitts Freund-Feind-Schema weit über eine metaphorisch-kriegerische Bedeutung hinausgeht. Europa ist ,Ansichtssache‘ und definiert sich, wie das Verb schon sagt (definitio: verstanden als ab- und begrenzen), durch das , Andere‘, das ,Äußere‘, welches eben nicht Europa ist. Im Folgenden sollen solche starken Grenzziehungen zwischen Europa aber auch den Nationalstaaten und deren Abgrenzungen zur Diskussion gestellt werden.

Betrachtet man die deutsche Kultur- und Geistesgeschichte, so fällt einem – auch abseits des akademischen Betriebes – schnell auf, dass zwei Denker auf Deutschland und Europa wie nur wenige im größten Maße wirkten und noch wirken: Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Nietzsche. Deutschland evoziert bei vielen Rezipienten erst durch diese beiden Extreme die Auszeichnung als Land der Dichter und Denker – das beweist nicht zuletzt das Goethe-Institut auch hier in Skopje.

Was macht diese beiden deutschen Gestirne, Goethe und Nietzsche zu „guten Deutschen“ oder vielmehr zu „guten Europäern“? Wo doch angeblich zumindest Nietzsche ein „spezifisch deutsches Ereignis“ ist, das sich in seiner Radikalität nur mit Luther vergleichen lässt. Als Paradebeispiel kann der Erste Weltkrieg dienen, dort trugen die Soldaten angeblich am liebsten das Neue Testament, Faust und Zarathustra im Gepäck. Gibt es also deutschere Deutsche als Goethe und Nietzsche?

Schaut man auf die Denker selbst, sieht man, dass ihr Verhältnis zu ihrem Vaterland ein schwieriges ist, da sie beide weder feurige Demokraten noch Verfechter der Masse waren. Oft scheint es, als ob sie eher einen elitären Kreis bevorzugen würden. Trotzdem ist nicht abzustreiten, dass sich in Nietzsche und Goethe die Fragen nach deutscher Identität wie gleichzeitig geistiger Weltoffenheit bündeln. Fragen, die keine Windschiefen, sondern Problematiserungsdiskurse bilden. Fragen, die auf der modernen Kontrastfolie „Europa“ aber auch in Mazedonien zu diskutieren sind.

Der Vortrag möchte dieses „deutsch-europäische Schauspiel“ theatralisch in drei Akten vorführen. Wie sonst sollte man dem Dichter Goethe und dem tanzenden Dionyssios Nietzsche gerecht werden. Im ersten Akt soll es um die Beziehung der beiden Denker zu den Deutschen, im zweiten um ihre europäische Sicht und im letzten um eine Konklusion, sowie einen Ausblick gehen. Im ersten geht es damit allgemein um Nationalismen und Begrenzung, im zweiten, um eine Öffnung und Reflektion derselben. Wie lassen sich Nationalstaaten mit Selbstbezug im Europäischen Raum denken? Wie kann ein Verhältnis von Öffnung und Schließung funktionieren?

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